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P
 
Padmasambhava
Guru Rinpoche
 
Palchen Chökyi Döndrup

[1695 - 1732] Der achte Shamarpa wurde in Yilmo, Nepal, geboren. Als Kind erstaunte er seine Eltern mit lebhaften Geschichten aus seinen letzten Leben. Karmapa schickte einen Anerkennungsbrief und eine Gruppe von Mönchen, die seine sichere Heimkehr nach Tibet sicherstellen sollten. Allerdings erbat sich der König von Nepal den Besuch des drei Jahre alten Rinpoches in Kathmandu, wo er dann bis zu seinem siebten Lebensjahr blieb. Als Karmapa erneut seine Rückkehr verlangte, war ein großes Kontingent an Mönchen nötig, um Shamarpa nach Tibet zurück zu bringen.
Der achte Shamarpa erhielt die Belehrungen der Kagyü-Linie und Instruktionen vom 11. Karmapa, bevor dieser starb. Shamarpa erkannte Karmapas Wiedergeburt Tschangchub Dorje an und inthronisierte ihn, ebenso den achten Tai Situ Rinpoche. Er fungierte als Karmapas Wurzel- Lama. Später unternahmen Shamarpa, Tai Situ Rinpoche und Gyaltsab Rinpoche gemeinsam mit Karmapa eine ausgiebige Dharma-Tour, die weite Teile Tibets und der Nachbarländer umfaßte. Sie kehrten nach Kham zurück, als Karmapa und Shamarpa deutlich wurde, dass sie bald sterben würden. Sie schrieben Wunschgebete für ihre Anhänger, die diese rezitieren sollten, um eine schnelle Wiedergeburt herbeizuführen. Karmapa beließ diese in der Obhut von Tai Situ Rinpoche, der in Kham blieb und während seiner Abwesenheit das Oberhaupt der Kagyü-Linie war. Beide reisten anschließend nach China, wo Karmapa am Vollmondtag starb. Shamarpa verließ einen Tag später seinen Körper.

 
Palden Lamo
Strahlende Göttin
 
Paramita, Sechs
Die sechs befreienden Handlungen eines Bodhisattvas zum Wohle aller Wesen:
  • Freigebigkeit
  • Richtiges Verhalten
  • Geduld
  • Ausdauer
  • Meditative Konzentration
  • Weisheit
 
Parinirvana
Zustand jenseits von Samsara und (einseitigem) Nrivana, anderer Ausdruck für den Tod eines Buddhas.
 
Pema Jungne
Guru Rinpoche
 
Perle
Perlen werden verwendet um Mantras zu zählen. Eine Mala hat 108 Perlen.
 
Pferdekopf
[Tib. Tamdrin, Skt. Hayagriva] Schützer des Reinen Landes "Höchste Freude"
 
Philosophische Schulen, Vier

Die richtige Sichtweise oder philosophische Grundlage für die Meditationspraxis drückt sich in vier Lehrmeinungen aus, die von den Nachfolgern Buddhas entwickelt wurden. Sie entsprechen dem jeweils höchsten Verständnis, das sie von seiner Lehre entwickeln konnten. Zwei gehören zum Theravada, die Vaibhashika- und die Sautrantika-Schule, zwei zum Mahayana, die Chittamatra- und die Madhyamaka-Schule.

 
Phowa
Meditation der Bewußtseinsübertragung. Man lernt sein Bewußtsein aus dem Körper heraus in das Herz von Buddha
Amithaba zu schicken und bereitet sich so auf den späteren Tod vor.
 
Phowa-Linie

Das Phowa, welches Lama Ole Nydahl lehrt, stammt aus der Longchen-Nyingthig-Tradition der Nyingma-Schule destibetischen Buddhismus. Das Longchen-Nyingthig enthält die tiefsten Belehrungen des Maha Ati, der großen Vervollkommnung.
Die innersten und tiefsten Maha Ati-Belehrungen werden "Nyingthig" genannt, was wörtlich "Herztropfen" bedeutet. Die Belehrungen des Longchen-Nyingthig wurden von Guru Rinpoche im Kloster Samye gegeben. Der König Trisong Detsen, Yeshe Tsogyal - Guru Rinpoches tibetische Begleiterin - und der große Gelehrte Vairocana erhielten die Belehrungen. Danach wurden auch diese als Termas versteckt. Viele hundert Jahre später wurden sie von Jigme Lingpa, der eine Reinkarnation von sowohl Trisong Detsen als auch Vimalamitra war, wieder entdeckt. Die Belehrungen heißen "Longchen" nach Longchen Rabjam, der als einer der größten Gelehrten der Nyingma-Tradition bekannt ist. Er war ein Zeitgenosse des 3. Karmapa Rangjung Dorje.
Das Karma-Nyingthig schließlich sind Maha-Ati-Belehrungen von Karmapa Rangjung Dorje. Zur Zeit des dritten Karmapas gab es niemanden in der Nyingma-Tradition, der die volle Erfahrung der Belehrungen hatte, um sie weitergeben zu können. Während dieser Zeit hielt Karmapa die Belehrungen und sicherte deren Erhaltung.
Die Halter der Phowa-Linie:
1 Kuntu Sangpo
2 Garab Dorje
3 Dschampel Shenyen
4 Shri Singha
5 Jnana Sutra
6 Vimalamitra
7 Guru Rinpoche
8 Trisong Detsen 790-858
9 Yeshe Tsogyal
10 Nyang Tingdsin Sangpo
11 Dangma Lhungyel Gyeltsen
12 Jetsun Senge Wangtschug
13 Gyelwa Shangton 1097-1167
14 Khepa Nyibum 1158-1213
15 Guru Tschober 1196-1231
16 Trulshik Senge Gyabpa
17 Melong Dorje 1243-1303
18 Kumaraja 1266-1343
19 Longtschen Rabjam 1308-1363
20 Jigme Lingpa 1729-1798
21 Jigme Gyalwe Nyugu 1765-1843
22 Jamyang Khyentse Wangpo 1820-1892
23 Ösel Natsog Rangdrol 1842-1924
24 Jigme Tenpe Nyima 1865-1926
25 Jamyang Tschokyi Lodr� 1893-1959
26 Khyentse Do Ngag Lingpa 1910-1991

Während der großen "Dolma Naljorma"- Einweihungen in Rumtek im Jahre 1971, brachte der 16. Karmapa mehrmals Hannah und Ole Nydahl mit Lama Ayang Tulku zusammen. Karmapa sagte, dass eine Zusammenarbeit sehr sinnvoll werden würde, solange diese in seinem Kraftfeld stattfindet. Hannah und Ole boten an, Lama Ayang Tulkus Arbeiten für die Kagyüs in den geheimen Flüchtlingslagern in Süd-Indien zu unterstützen und er nahm das Angebot dankbar an. Dort lernte Lama Ole Phowa und half vielen Menschen.
Im Herbst 1987 lehrte Ole das Phowa zu ersten Mal in Graz für 130 Freunde. Zu dieser Zeit dauerte es sieben Tage, bis alle das äußere Zeichen hatten. Heute sind zwei bis drei Tage ausreichend. Oft hat ein Drittel bis zur Hälfte schon während der Übertragung des Textes (Lung) starke Erfahrungen. Man kann wirklich sagen, dass das Phowa-Kraftfeld, welches 1971 von Karmapa gewünscht und gestartet wurde, im Westen enorm gewachsen ist.

 
Potala

Reines Land oder Kraftfeld des Bodhisattvas " Liebevolle Augen" (skt.: Avalokiteshvara, tib.: Chenresig) und nach diesem benannter Regierungspalast in Tibets Hauptstadt Lhasa.

 
Prajnaparamita

Die Perfektion der Weisheit. Weisheitslehren Buddhas, die den stufenweisen Weg von Verständnis, Erfahrung und Verwirklichung zeigen. Sie haben zu einer ganzen Literaturgattung innerhalb des Buddhismus geführt, deren kürzeste Fassung das so genannte Herz-Sutra ist. Ebenso gibt es einen weiblichen Buddha-Aspekt mit dem Namen Prajnaparamita.

 
Pratyekabuddha
Der Weg der Älteren. Siehe Theravada
 
Puja
Eine in tibetisch gesungene Meditation. Eine Anrufung mit rituellen Schenkungen.

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