de en no

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T
 
Tamdrin
Pferdekopf

Tantra

[wörtl. Gewebe oder Kontinuum, Tantrayana = Mantrayana = Vajrayana] Der Begriff weist auf die Komplexität hin, im Vergleich zum Leitfaden des Sutra. Die Tantra-Texte beschreiben schnelle Meditationsmethoden, die im Diamantweg genutzt werden. Sie arbeiten mit Identifikation und richten sich auf die Frucht, auf die Qualitäten der Erleuchtung, aus. Das Ziel (Erleuchtung) wird zum Weg gemacht.


Tara
Befreierin

Tathagata
Der "So-gegangene", eine Bezeichnung für einen Buddha.

Tathagatagarbha
Buddha-Natur, der Same der Erleuchtung, die potentielleBuddhaschaft in jedem fühlenden Wesen.

Tausendarmiger Liebevolle Augen

[tib. Chag tong chen ton chen resig, sanskr. Sahasrabhuja-Avalokiteshvara] Buddha des Mitgefühls im Freudenzustand. Hat 1000 Arme und 11 Köpfe. Wird hauptsächlich in der Nyung neh Fastenpraxis verwendet.


Tenjur

Sammlung der ins Tibetische übersetzten Kommentare der indischen Meister zu den direkten Lehren Buddhas, dem Kanjur, die von dem großen Gelehrten Buton Rinchendrup (1290-1364) und weiteren Meistern zusammengestellt wurde. Sie umfasst je nach Ausgabe zwischen 225 und 254 Bände.


Terma

[lit. versteckter Schatz] Von Guru Rinpoche und Yeshe Tsogyal versteckte Belehrungen, die von Tertöns wiedergefunden wurden. Der größte Teil der Nyingma-Belehrungen besteht aus ihnen.


Terton

Ein Entdecker versteckter Texte, die von großen Lehrern in der Vergangenheit auf verschiedene Arten verborgen wurden. Die Texte sollen bis zu der Zeit verborgen bleiben, bis sie verstanden und angewendet werden können.


Thangka

Tibetisch für "Rollbild". Eine alte Kunst, die hauptsächlich heilige Bilder wie Buddha-Aspekte oder verwirklichte Lehrer aus der Geschichte darstellt. Tibeter waren früher hauptsächlich Nomaden und fanden es einfacher, Kunstgegenstände in aufgerollter Form zu transportieren. Ein Thangka ist ein kompliziertes dreidimensionales Objekt. Es besteht aus einer Stoffbahn, die bemalt oder bestickt ist, einer Einfassung aus Stoff und eines oder mehreres von Folgendem: Eine Abdeckung aus Seide, lederne Ecken, Holzstäbe oben und unten und dekorative Knöpfe aus Holz oder Metall am unteren Holzstab.
Traditionell werden Thangkas auf feiner Baumwolle oder Seide gemalt. Als Grundlage für die Pigmente werden Gold und gemahlene Edelsteine verwendet. Die Edelsteine wurden in neuerer Zeit durch zeitgemäße Materialien wie Gouache, Tempera und Acryl ersetzt. Doch reines Gold wird immer noch in den besseren Thangkas verwendet.
Thangkas dienen als Darstellung von und Leitfaden zu kontemplativer Erfahrung. Zum Beispiel wird man vom Lehrer angewiesen, sich als eine bestimmte Gestalt in einer bestimmten Haltung vorzustellen. Dann kann ein Thangka als Vorlage für Details der Haltung, Farbe, Kleidung, etc. der Gestalt und ihrer Umgebung verwendet werden. Siehe hier für einige Bilder von Thangkas.


Thaye Dorje
[1983 - ] Der 17. Karmapa (Siehe auch Karmapas Homepage)

Theg Chen
Großer Weg

Thegchok Dorje

[1798 - 1868] Thegchog Dorje wurde im Dorf Danang in der osttibetischen Region Do Kham geboren. Druktschen Künzig Tschökyi Nangwa, dem der Brief des 13. Karmapa mit den Hinweisen auf dessen nächste Wiedergeburt anvertraut worden war, erkannte Thegchog Dorje als den 14. Karmapa.
Karmapa empfing Ordination von Druktschen Künzig Tschökyi Nangwa und Situ Pema Nyingche Wangpo. Von diesen beiden Meistern erhielt er auch alle Kagyü-Belehrungen. Auch Jamgön Kongtrul Lodrö Thaye, ein naher Schüler, gab Karmapa Belehrungen, da er die seltenen Terchö-Belehrungen erhalten hatte, die Thegchog Dorje zuvor nicht bekommen konnte.
Karmapa reiste überall in Tibet und verbreitete die Kagyü-Lehren. Er fand und identifizierte den zehnten Situpa, Pema Künsang. Die essentiellsten Kagyü-Lehren gab er an Jamgön Lodrö Thaye, der der nächste Linienhalter wurde. Thegchog Dorje starb mit 60 Jahren.


Theravada

"Der Weg der Älteren des Ordens". Hier liegt der Schwerpunkt auf der eigenen Befreiung. Kann in den Weg der "Hörer" [skt. Shravakas] und der "Alleinverwirklicher" [skt. Pratyekabuddhas] unterteilt werden.


Thri
Erklärungen zur Meditationspraxis des Diamantwegs. Siehe auch Ermächtigung.

Tibetischer Buddhismus

Eine der drei Haupttraditionen im Buddhismus neben Theravada und Zen. Wurde um 750 n. Chr. vom indischen Meister Guru Rinpoche begründet und enthält bis heute die einzig vollständige Überlieferung von Buddhas Lehren mit Schwerpunkt auf dem Diamantweg.


Tibetisches Totenbuch

Lehre Buddhas über die Erfahrungen und die Befreiung von Tod, Zwischenzustand und Wiedergeburt, verfasst von Guru Rinpoche, dem Begründer des Tibetischen Buddhismus.


Tilopa

[988 - 1069] Tilopa fasste die Essenz der verschiedenen Belehrungen in vier Strömungen zusammen. Sein Haupt-Schüler Naropa fasste diese dann unter dem Titel " Die sechs Lehren von Naropa" weiter zusammen. Tilopa lebte an öden Plätzen und hatte eine Reihe von Schülern. Unter diesen wurde Naropa der nächste Vorvater der Kagyü-Linie.


Tinlay Kunchup

[1948 - 1950] Es war eine Wiederspiegelung der ungünstigen karmischen Bedingungen der Zeit, daß der 13. Shamarpa nur für wenig mehr als ein Jahr lebte.


Tod

Auflösung der materiellen Bestandteile der Person; Gelegenheit für einen erfahrenen Meditierenden, die Natur des eigenen Geistes, das Klare Licht, zu erkennen und dadurch Befreiung zu erlangen. Wenn man stirbt, erlebt man das Bardo des Todes, Dharmata und Wiedergeburt. Zuerst kommt der Prozess des Sterbens selbst. Danach folgt eine Phase, in der der Geist seinen Gewohnheitstendenzen aus früheren Leben folgt. Nachdem erkannt wurde, daß man tatsächlich tot ist, folgt ein Prozess der Restrukturierung und - abhängig vom vorherrschenden Geisteszustand - tritt der Geist in einen der sechs Daseins-Bereiche ein.


Tonglen

"Geben und Nehmen", eine Meditation des großen Weges.


Tongpanyi
Leerheit

Tongwa Dönden

[1416 - 1453] Der 6. Karmapa Tongwa Dönden wurde in Ngomto Shakyam, in der Nähe von Karma Gön in Osttibet, geboren. Bei seiner Geburt traten viele Glück verheißende Zeichen auf. Als er gerade erst einen Monat alt war, nahm seine Mutter ihn auf einen Bettelgang mit, bei dem sie Ngompa Chadral, einem Schüler des letzten Karmapa, begegneten. Das kleine Kind wurde sehr aufgeregt und lächelte Ngompa Chadral an, der ihn daraufhin fragte, wer er denn sei. Der Junge setzte sich auf und antwortete: "Ich bin der Karmapa". Ngompa Chadral nahm sich während der folgenden sieben Monate des Kindes an. Dann nahm er ihn nach Karma Gön, einem der drei Klöster des Karmapa in Tibet, mit. Dort gab er Karmapa - obwohl er noch so klein war - viele Belehrungen.
Als Karmapa drei Jahre alt war, traf er mit Ratnabhadra zusammen und erhielt von diesem die gesamte Kagyü-Übertragung. Schon im Alter von sechs Jahren verfaßte er viele Vajrayana-Rituale. Während dieser Zeit kam der dritte Shamarpa, Chöpal Yeshe, zu Besuch nach Karma Gön. Er inthronisierte Karmapa und gab ihm Belehrungen zur Kagyü-Praxis.
Tongwa Dönden wurde im Alter von neun Jahren von Khenchen Sönam Zangpo im Kloster Wokar Tashi Tang ordiniert. Er verbrachte sein ganzes Leben damit, durch Tibet zu reisen und den Dharma zu lehren. Darüber hinaus baute und renovierte er zahlreiche Klöster und Tempel.
Pengar Jampal Sangpo und der erste Gyaltsab, Goshir Paljor Döndrub, zählten zu seinen wichtigsten Schülern. Sie wurden beide zu seinen Linienhaltern und zu Hauptlehrern des siebten Karmapa, Tschödrag Gyamtso.


Topga Rinpoche

Im Alter von 16 Jahren wurde Topga Rinpoche durch den 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje als "Vajra-Meister" in Tsurphu eingesetzt. Später, im Exil, arbeitete er als Generalsekretär des Klosters Rumtek.
Rinpoche wurde als sehr gelehrt geschätzt und war sehr bewandert in Geschichte. Topga Rinpoche lehrte buddhistische Philosophie, buddhistische Epistemologie (Erkenntnislehre) und tibetische Sprache am KIBI in Neu Dehli. Er starb am 19.09.1997 in Neu Dehli.


Torma
Rituelle Opferkekse, die aus Hafer und Butter geknetet werden.
 
Traum-Meditation
[tib. Milam] Eine der sechs Lehren von Naropa.

Trisong Detsen

[790 - 858] Der tibetische König Trisong Detsen lud den Gelehrten Shantarakshita nach Tibet ein und versuchte mit seiner Hilfe das erste tibetische Kloster aufzubauen. Shantarakshita wurde während des gesammten Projekts durch Geister und Dämonen gestört und riet dem König, den indischen Meister Guru Rinpoche als Hilfe einzuladen. Trisong Detsen folgte diesem Rat. Mit der Hilfe von Guru Rinpoche waren sie in der Lage, das Kloster von Samya zu bauen.
Trisong Detsen lud viele indische Gelehrte nach Tibet ein. Unter seiner Regierung wurden Übersetzer ausgebildet und er übersetzte viele wichtige Texte ins tibetische. Trisong Detsen wurde ein Schüler von Guru Rinpoche (Phowa-Linie).


Trulshik Senge Gyalpa

Schon als Kind zeigt er Zeichen seiner Besonderheit. Im Alter von zehn Jahren verwirklichte er den traumartigen Zustand aller Phänomene. Er wurde für sein tiefes Mitgefühl berühmt. Als er 18 war, war sein Verhalten das eines "verrückten Yogis", doch als zwanzigjähriger wurde er als Novize ordiniert. Er erlangte die höchste Verwirklichung durch Guru Tschober (Phowa-Linie) und seinen Belehrungen und praktizierte viele Jahre in abgelegenen Höhlen.


Tschagya Tschenpo
Mahamudra

Tschangchub Dorje
Changchub Dorje

Tschanna Dorje
Channa Dorje

Tschen Resig
Chenresig

Tschö
Chö

Tschödrak Gyamtso
Chödrak Gyamtso

Tschörten
Chörten

Tschöying Dorje
Chöying Dorje

Tseringma
Lang-Lebens-Aspekt

Tsurphu

Karmapas früheres Kloster in Tibet. Es befindet sich auf einer Höhe von 4.600 Metern, ungefähr zwei Autostunden nordwestlich von Lhasa. Der 16. Karmapa musste Tsurphu wegen der chinesischen Invasion Tibets verlassen.


Tulku

[tib. Nirmanakaya] Zustand des Mitgefühls, Ausstrahlungskörper. Ein Wesen, welches bewusst zum Nutzen aller Wesen wiedergeboren wird. Es manifestiert sich mit der Kraft, den Wesen ihre Fähigkeiten aufzuzeigen. Ein Tulku kann sich an seine früheren Leben erinnern oder auch nicht. Das Wort bedeutet "Illusionskörper", eine Form also, die man hat und benutzt, von der man jedoch nicht abhängig ist.
Große Beispiele von Tulkus sind die Karmapas. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Typen von Tulkus:

  • Chöki Tulku: Zum Beispiel Buddha Shakyamuni
  • Kyewa Tulku: verschiedene Lehrer und andere Menschen, die zum größten Wohle aller arbeiten, zum Beispiel die Karmapas.
  • Sowo Tulku: Dinge die hergestellt wurden, z.B. Texte oder Statuen.
  • Ngagtsog Tulku: Dinge die sich durch die Wünsche der Buddhas selbst manifestieren, z. B. Brücken über einen Fluß.

Siehe auch die drei Kayas.


Tumo
"Innere Hitze", eine der 6 Lehren von Naropa

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