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G

Gampopa

[1079 - 1153] Er war der erste Mönch der Karma- Kagyü-Linie. Es wird gesagt, daß Gampopa in seinen früheren Leben ein Schüler von Buddha Kasyapa und Buddha Shakyamuni war.
Zur Zeit Buddha Shakyamunis war sein Name Candraprabha Kumara. Als der Buddha fragte, wer von seinen Schülern das Samadhiraja und Candrapradipa-Sutra lehren würde, wenn die Zeiten härter werden, meldete sich Gampopa.
In zwei Sutren machte Buddha Shakyamuni Prophezeiungen über einen Mönchs-Arzt, der im nördlichen Land des Schnees (Tibet) geboren würde.
Gampopa wurde 1079 in einer Nyingma-Familie geboren. Sein Vater war Arzt und er wurde ebenfalls einer. Außerdem erhielt er viele Dharmabelehrungen. Mit 22 Jahren heiratete er und hatte zwei Kinder. Einige Jahre später starben seine Kinder während einer Epidemie. Kurz darauf starb auch seine Frau.
Auf Grund dieser Ereignisse beschloss er, Mönch der Kadampa-Tradition zu werden. Er erhielt die Belehrungen von Atisha und der Tantras der Kadampa-Tradition. Es wird gesagt, er konnte 13 Tage in Samadhi verweilen, doch fand er nicht die wirkliche Einsicht in die Natur des Geistes.
Im Alter von 32 Jahren hörte er dann zum ersten Mal den Namen von Milarepa und sehnte sich sofort danach, ihn kennen zu lernen. Trotz der Einwände seiner Lehrer verließ er das Kloster und traf Milarepa schließlich in den Bergen. Milarepa hatte seinen Schülern zuvor angekündigt, daß der Halter seiner Linie bald erscheinen würde.
In den nächsten 10 Jahren erhielt Gampopa alle Übertragungen der Kagyü-Linie und er verwirklichte Mahamudra.
Gemäß Milarepas Anordnung ließ er sich anschließend in Gampo Dar, in der Nähe von Dhagpo in Süd-Tibet, nieder. Daher kommt auch sein Name "Gampopa - der Mann vom Berg Gampo".
Gampopa gründete ein Kloster der Kagyü-Tradition. Er hatte 51.600 Schüler, darunter 500 Yogis, die in Höhlen und Retreat-Zentren um das Kloster herum lebten. Sein Hauptschüler war Düsum Khyenpa, der erste Karmapa. Karmapa und drei weitere Schüler gründeten die vier großen Schulen der Kagyü-Tradition.


Garab Dorje

[skt. Prahevajra] Nirmanakaya. Der "Zustand des Mitgefühls" (Tulku) ist die Manifestation der Erleuchtung im physischen Bereich. Sie ist da, um den Wesen zu helfen, die noch nicht die Ebene eines Bodhisattvas erreicht haben. Der erste menschliche Linienhalter des Dzogchen war der Nirmanakaya Garab Dorje, eine Ausstrahlung des Buddha Diamantgeist.
Er wurde als Sohn einer Königsfamilie in Uddiyana, dem Land der Dakinis, geboren. Schon als Kind zeigte er viele besondere Zeichen, die zeigten, daß er kein gewöhnliches Kind war. Es wird gesagt, daß er im Alter von 7 Jahren eine philosophische Debatte mit 500 Lehrmeistern abhielt - und gewann! Und das, ohne jemals selbst studiert zu haben. 
Anschließend meditierte er in einer Hütte auf dem Gipfel eines Berges, bis er 32 Jahre alt war. Dort erhielt er die direkte Übertragung durch Diamantgeist und verwirklichte volle Buddhaschaft. Zusammen mit den Dakinis brauchte er drei Jahre um die Belehrungen aufzuschreiben.
Für den Rest seines Lebens meditierte und lehrte er in Sitavana, einem berühmten Friedhof nordöstlich von Bodhgaya. Im alten Indien wurden die Friedhöfe als kraftvolle Plätze betrachtet, die von Dakinis, Geistern, wilden Tieren undYogis bewohnt wurden. Der Friedhof bot ihnen die Möglichkeit für ungestörte Praxis und diente weiterhin als tägliche Erinnerung an die Vergänglichkeit. Hier traf Garab Dorje seinen Hauptschüler Dschampel Shenyen


Gefährtin

[tib. yum] Weiblicher Buddha-Aspekt in Vereinigung mit einem männlichen Aspekt (tib.: yab). Sie drückt Weisheit aus, die untrennbar von Methode oder Mitgefühl ist.


Gefühl
 Störende Gefühle

Geist

Allgemeiner Ausdruck für die Klarheit und Erlebnisfähigkeit, die die Grundlage für alles bildet, was erlebt wird. Ein Strom einzelner Momente klaren und bewußten Erlebens. Anstatt die offene, klare Unbegrenztheit des Geistes, seine wahre Natur, zu erkennen, lässt man sich meistens von den Erlebnissen im Geist gefangen nehmen, die wie die Bilder im Spiegel kommen und gehen.
Man unterscheidet zwei Arten von Geist:

  • Der unerleuchtete Geist: Die Erfahrung der bedingten und relativen Sichtweise und Phänomene
  • Der erleuchtete Geist: Absolute Sichtweise, frei von störenden Gefühlen und frei von Verwirrung

In seiner eigentlichen Natur ist der Geist leer, wie der Raum. Er enthält keine physische oder "substantielle" Form. Seine Eigenschaften sind Klarheit und Bewusstheit. Sein Ausdruck ist unbegrenzt, er ist in keiner weise begrenzt.


Geistes, Qualitäten des

Nicht bedingte Eigenschaften des Geistes wie Furchtlosigkeit, Freude, Weisheit, Liebe etc., die unser zeitloses Wesen sind und durch Meditation verwirklicht werden.


Geistesfaktoren

Alle positiven, negativen und wandelbaren Zustände im Geist, die den Geistesstrom einfärben und zu entsprechendem Verhalten führen. Dies wird auch als geistige Aktivität bezeichnet.


Geistesruhe
Shine

Gelug

Die jüngste der vier großen Linien (Schulen) des tibetischen Buddhismus. Diese "reformierte Schule", gegründet am Ende des 14. Jahrhunderts von Je Tsongkhapa, legt besonderen Wert auf Gelehrsamkeit und reines Verhalten. Oberhaupt ist Ganden Tripa Rinpoche, der Thronhalter des Klosters Ganden.
Obwohl sie über einige Tantras verfügt, akzeptiert sie nicht die erste Nyingma-Übertragung des Buddhismus nach Tibet. Die Gelug-Schule präsentiert sich oft eher zum Großen Fahrzeug (Mahayana) gehörig, als zum Diamantweg (Vajrayana).


Gendün Rinpoche

Gendün Rinpoche war der Meditationsmeister und spirituelle Leiter von Dhagpo Kagyu Ling (Frankreich). Er verbrachte mehr als 30 Jahre im Einzelretreat und wurde vom 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje nach Europa geschickt. Er starb im Oktober 1997. Siehe auch hier.


Glocke

Zusammen mit dem Vajra repräsentiert die Glocke Weisheit. Da Weisheit und Methode eine untrennbare Einheit sind, werden Dorje und Glocke meistens zusammen verwendet. 
Die Basis der Glocke muss rund sein, darüber befindet sich eine Vase mit dem Gesicht von Prajnaparamita. Darüber befindet sich ein Lotus, eine Mondscheibe und abschließend ein Vajra.
Die Öffnung der Glocke symbolisiert die Leerheit erkennende Weisheit. Der Klöppel symbolisiert den Klang der Leerheit. Die Vase symbolisiert die Vase mit dem Nektar der Verwirklichung.


Gompa

[wörtl. Meditieren] Die dritte Phase der Praxis, die dem Empfangen der Belehrungen und der Bemühung, diese zu verstehen, folgt. 


Gott

Bewohner der am wenigsten leidvollen der sechs Bereiche von Samsara. Das Leben eines Gottes ist lang und erfüllt von Sinnesfreuden. Es endet jedoch in großem Leid, wenn sie ihre niedrigere Geburt voraussehen. Es gibt Götter im Begierde-, Form- und formlosen Bereich.


Große Vervollkommnung
Maha Ati

Großer Schwarzer
[tib. Nagpo Chenpo, skt. Mahakala] Die schützende Kraft aller Buddhas.

Großer Weg

[tib. Theg Chen, skt. Mahayana, wörtl. Das Große Fahrzeug] Seine Praktizierenden haben den Wunsch entwickelt, die Erleuchtung zu erlangen, um alle fühlenden Wesen vom Leid zu befreien. Er wird auch als Bodhisattva-Weg bezeichnet. Seine Grundlage ist die Entwicklung von überpersönlichem Mitgefühl und allumfassender Weisheit.

Man unterscheidet ihn in Sutra- und Tantra-Weg.


Großes Siegel
Mahamudra

Grundübungen

[tib. chag chen ngöndro lit. die Vorbereitung auf das große Siegel] Es gibt vier allgemeine und vier spezielle Grundübungen.
Die ersten vier sind eine gründliche Selbstmotivation, um vier grundlegende Tatsachen unseres Lebens zu verstehen.

  • Die Kostbarkeit unserer jetzigen Existenz, daß wir dieses Leben nutzen können, um Befreiung und Erleuchtung zu erreichen.
  • Vergänglichkeit: daß wir unser Leben jetzt nutzen sollten.
  • Karma - Ursache und Wirkung: daß wir unser eigenes Leben gestalten.
  • Und zuletzt die Tatsache, daß Erleuchtung die einzige dauerhafte Freude ist.

Die speziellen Grundübungen (Ngöndro) bestehen aus vier sehr lohnenden Praktiken, die viele gute Eindrücke im eigenen Bewusstsein erzeugen. Sie arbeiten tief in unserem Geist, geben zunehmende Freude und entfernen die Ursachen von zukünftigem Leid. Das Ngöndro ist die Grundlage, um den Geist - durch seine Natur als Energie und durch seine Bewußtheit - zu erkennen. Es gibt vier einzelne Stufen, von der jede zu speziellen Resultaten führt:


Grüne Befreierin
Befreierin

Guru
Lama

Guru Rinpoche

[ca. 730 - 810, tib. Pema Jungne, skt. Padmasambhava, wörtl. Der Lotusgeborene] Der möglicherweise afghanische Yogi, der im achten Jahrhundert die buddhistische Lehre nach Tibet brachte. Guru Rinpoche ist eine Ausstrahlung von Buddha Amithaba. Ab dem Jahr 755 n. Chr. verbrachte er mehr als 55 Jahre in Tibet. Er hatte ein spannendes Leben mit zahllosen Wundern und ist in den drei nicht-reformierten Schulen Tibets hoch angesehen. Er gründete die Nyingma-Linie des tibetischen Buddhismus. Sein Energiefeld ist besonders am zehnten Tag nach Neumond präsent (siehe auch Phowa-Linie).


Guru Tschober

[1196 - 1231] Guru Tschober war der Sohn des jüngeren Bruders von Khepa Nyibum (Phowa-Linie). Bis zu seinem 7. Lebensjahr schien er ein recht dummes Kind zu sein. Doch plötzlich zeigte er große Zeichen von Weisheit. Er lebte mit seinem Onkel Khepa Nyibum bis er 18 war und erhielt dessen komplette Übertragung. Später in seinem Leben studierte er bei dem berühmten Sakya Pandita. Er wurde für seinen scharfen Intellekt und seine Gelehrtheit berühmt. Es wird gesagt, daß er eine Vision von jedem Budhhaaspekt hatte, auf den er meditierte.


Guru Yoga
[Tib.: Lami Naljor]  Drei Lichter Meditation

Gyalwa Gyamtso
Allmächtiger Ozean

Gyelwa Shangton

[1097 - 1167] Schon als Heranwachsender studierte Shangton intensiv den Dharma. Er hatte Visionen von Liebevolle Augen, der Befreierin und anderen Buddhaaspekten. Besonders Dorje Legpa erschien ihm in verschiedenen Situationen und bat ihn, ihn zu begleiten, damit er Erleuchtung erlangen würde. Dorje Legpa schützte ihn in mehreren gefährlichen Situationen. In Chimphu entdeckte er verschiedene Dharma-Juwelen von Drime Shenyen (Vimalamitra). Gyelwa Shangton hatte auch Visionen von Drime Shenyen. Er erhielt die komplette Übertragung der höchsten Belehrungen von Jetsun Senge Wangtschug (Phowa-Linie). Als Zeichen, daß er die volle Verwirklichung erreicht hatte, warf sein Körper keinen Schatten mehr.


Gyulü
Illusionskörper-Meditation

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