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| Madhyamaka | |
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[tib. U ma] Der große mittlere Weg. Eine philosophische Schule (begründet von Nagarjuna), die auf den Prajnaparamita Sutras und deren Lehre der Leerheit beruht. Madhyamaka befasst sich mit der Transzendenz von Existenz und Nicht-Existenz und legt einen Schwerpunkt auf das abhängige Entstehen aller Dinge. |
| Maha Ati | |
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[tib. Dzogpa Chenpo] Die "Große Vervollkommnung" ist die letztendliche Belehrung der "alten" oder Nyingma-Schule. Essenz und Ziel entsprechen dem von Mahamudra der Kagyü-Schule. |
| Mahakala | |
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Großer Schwarzer |
| Mahamudra | |
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[tib. Chagya Chenpo] Das "Große Siegel" der Wirklichkeit. Buddha versprach, daß dies die letztendliche Belehrung ist. Es wird hauptsächlich in der Kagyü-Tradition gelehrt und führt zur direkten Erfahrung des Geistes. Mahamudra beinhaltet Basis, Weg und Ziel und ist die Quintessenz aller buddhistischen Lehren. Auf die Buddhanatur vertrauend übt man sich in der Untrennbarkeit von Erleber, Erlebtem und Erleben zu verweilen. Als Ergebnis werden die Fähigkeitewn des Geistes voll erweckt und Erleuchtung wird besiegelt. |
| Mahasiddhas, Siddhas | |
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[Tib. Drubchen] Große verwirklichte Meister des Diamantweges. Traditionell wird eine Gruppe von 84 Mahasiddhas im alten Indien genannt, die aus allen sozialen Schichten kamen und außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelten. Der wichtigste Meister unter ihnen war Saraha. Er sowie Tilopa und Naropa haben große Bedeutung für die Kagyü Linie. |
| Mahayana | |
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Großer Weg |
| Maitreya | |
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Der nächste Buddha, der in diesem Zeitalter erscheinen wird. |
| Maitripa | |
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[1007 - 1077] war ein Schüler von Shavaripa, von dem er die
Mahamudra-Belehrungen erhielt. Es wird gesagt, daß er
ein Schüler von
Naropa an der Universität von
Nalanda gewesen
sei. Maitripa entdeckte die Belehrungen über die
Buddha-Natur (Uttara Tantra
Shastra) wieder, so daß sie später in Tibet verbreitet werden konnten.
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| Mala | |
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[Tib. threngwa] Eine Mala ist eine Kette, die aus
Perlen besteht und zum Zählen von
Mantras verwendet wird. Mantras sind der Ausdruck eines
Buddha-Aspekts auf der
Ebene des Klangs. Für bestimmte
Diamantweg-Praktiken werden
die Mantras gezählt, um sicherzustellen, daß bestimmte Resultate der
Meditation erreicht werden.
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| Mandala | |
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[tib. Khyil-khor, lit. Zentrum und Umkreis]: Kraftkreis eines Buddha-Aspektes, auf den im Diamantweg meditiert wird. Er enthält einen zentralen Aspekt und all die anderen Aspekte, die diesem zugeordnet sind. Ein Mandala wird als gemaltes Bild oder aus Sand gestreut dargestellt. Es ist ein vorgestelltes Universum voller Kostbarkeiten, welches bei der 3. Grdunübung und bei Einweihungen den Buddhas geschenkt wird. |
| Manjushri | |
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Weisheits-Buddha auf dem Löwen |
| Mantra | |
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[tib. Ngag] Silben oder Worte, gewöhnlich in Sanskrit, die den Geist vor Störungen schützen und die innere und äußere Wahrheit miteinander verbinden. Mantras beinhalten meistens den Namen eines Buddha-Aspektes und werden vielfach wiederholt, um die entsprechende Qualität dieses Aspektes der Erleuchtung zu entwickeln. Mantras sind ein wichtiger Bestandteil einer Diamantwegs- Meditation. |
| Maras, Vier | |
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Die vier Hindernisse auf dem Weg zur
Erleuchtung:
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| Marpa | |
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Marpa Lotsawa (1012 - 1096) - auch "Der Übersetzer" genannt - war der erste
tibetische Linienhalter der
Kagyü-Schule. Auf seinen
Reisen nach Indien erhielt er sehr viele Belehrungen und übersetzte sie ins tibetische.
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| Meditation, buddhistische | |
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[tib.: Gom] Das praktische Mittel, um das eigene Potenzial zur Erleuchtung zu erkennen. Durch Meditation wird vorher bloß Verstandenes zur eigenen Erfahrung. Der Begriff "Meditation" bedeutet "müheloses Verweilen in dem, was ist". Auf jeder buddhistischen Ebene verwendet man dafür unterschiedliche Mittel, die aber alle auf dem Beruhigen des Geistes und dem Entwickeln von Einsicht beruhen. Im Diamantweg identifiziert man sich in der Meditation mit Formen aus Energie und Licht als Ausdrucksformen der Erleuchtung. |
| Meditation des Zwischenzustands | |
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[tib. Bardo] Eine der sechs Lehren von Naropa. |
| Medizin, Tibetische | |
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In der tibetischen Medizin ist der Körper mehr als nur ein
"Lebenserhaltungs-System". Er ist ein "Fahrzeug" um
Buddhaschaft zu erlangen.
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| Medizin-Buddha | |
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[tib.: Sangye Menla] Die Meditation auf den Medizin-Buddha befreit uns von Krankheiten und grundlegender Unwissenheit und führt zur letztendlichen Buddhaschaft. |
| Melong Dorje | |
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[1243 - 1303] Er wurde als Sohn eines Yogis geboren. Als Heranwachsender rezitierte er häufig die Prajnaparamita-Texte. Dadurch erreichte er ein Verständnis der letztendlichen Wahrheit und deren Erfahrung während seinerMeditationspraxis. Unter den härtesten Bedingungen unternahm er verschiedene Pilgerreisen. Im Alter von 18 Jahren traf er Trulshik Senge Gyabpa (Phowa-Linie) und wurde sein Schüler. Schon während der vorbereitenden Übungen hatte er eine Vision von Diamantgeist, die sechs Tage lang dauerte. In seinen Träumen erhielt er viel Segen von den Lamas der Linie. Melong Dorje hatte viele Visionen von Buddha-Aspekten und studierte bei vielen Lehrern, unter denen Towarepa in Tsurphu war. Er war ein Zeitgenosse des Kagyü-Meisters Orgyenpa, mit dem er gemeinsam 10 Jahre studierte. Orgyenpa war der Wurzellama des 3. Karmapa Rangjung Dorje. |
| Methode | |
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Aktivität der Bodhisattvas zum Wohl der Wesen; die ersten fünf Paramitas immer in Vereinigung mit Weisheit. |
| Mikyö Dorje | |
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[1507 - 1554] Mikyö Dorje wurde in der Provinz Ngamchu in Osttibet geboren.
Sobald er auf die Welt gekommen war, setzte er sich auf und erklärte: "Ich bin der
Karmapa. Ich bin der Karmapa."
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| Milam | |
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Traum Meditation |
| Milarepa | |
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[1040 - 1123] Milarepa wurde in einer reichen Familie geboren. Sein Vater starb,
als er noch ein Kind war. Sein Onkel übernahm das Land und den Besitz und machte Milarepa, seine
Mutter und Geschwister zu Sklaven.
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| Mipam Chödrup Gyamtso | |
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[1742 - 1792] Der zehnte
Shamarpa war ein Bruder des
Panchen Lama der
Gelugpa Schule. Seine Kindheit
verbrachte er in Zentral-Tibet in der Provinz Tsang. Sehr zum Erstaunen seiner Eltern erzählte der
junge
Rinpoche viele Geschichten aus
seinem früheren Leben, von denen man wusste, daß sie sich so im Kloster von
Tsurphu abgespielt hatten.
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| Mipam Chökyi Lodrö | |
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[1952 - ] Genau wie der 5.
Shamarpa vorhergesagt hatte,
manifestierte sich der 15. Shamarpa als der Neffe des 16.
Karmapa
Rangjung Rigpe
Dorje. Lange vor seiner Geburt gab es in den Klöstern die Vorahnung, daß es bald eine
glücksverheißende Geburt in Karmapas Familie geben würde. Karmapa schickte schwarze Pillen und eine
spezielle schützende Kordel für das ungeborene Kind zu seiner Schwägerin, als noch niemand ahnte,
daß sie eine zukünftige Mutter sein würde.
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| Mipam Chökyi Wangchuk | |
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[1584 - 1630] Der neunte
Karmapa erkannte Mipham Chökyi
Wangchuk als die sechste
Inkarnation des
Shamarpa an. Shamarpa wurde in
Drikhung in Zentral-Tibet geboren. Im Alter von 16 Jahren hatte er nicht weniger als zehn Bücher
der
Parjnaparamita, 16 Bücher
des
Vinaya, fünf des
Abidharma in seinem
Gedächtnis gespeichert. Dazu kamen sieben Abhandlungen über Medizin, die komplette
Sanskrit-Sprache, verschiedene
Studien über Kunst, Zabmo Nang Dön und dessen Kommentare und den kompletten Text des
Kalachakra
Tantras der
Diamantweg-(Vajrayana)
Belehrungen. Der jugendliche und nicht zu bändigende Shamarpa drückte seinen Wunsch aus, das frisch
gewonnene Wissen mit den besten Köpfen des Landes zu messen.
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| Mitgefühl | |
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Bezeichnet die Einstellung, daß das Wohlergehen anderer Wesen wichtiger ist als
unser eigenes. Mitgefühl ist immer gepaart mit Liebe. Während Mitgefühl für den Wunsch steht,
daß andere Wesen frei vom
Leid und dessen Ursachen sein
mögen, steht Liebe für den Wunsch daß alle Wesen glücklich sein mögen.
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| Mönlam | |
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Dieses Ereignis findet an den ersten Tagen eines neuen Jahres an verschiedenen
Orten statt. Sinn ist die Ausführung von Wunschgebeten zum Wohle aller Wesen. Nagarjuna sagte, daß
wenn Wunschgebete gemeinsam mit großen
Bodhisattvas ausgeführt
werden, das Ergebnis so kraftvoll ist, daß Naturkatastrophen abgewendet und alle Arten schlechten
Karmas entfernt werden können.
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| Mudra | |
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[wörtl. Siegel, etwas, das einen tiefen Eindruck im Geist hinterläßt] Im
Buddhismus gibt es eine
Vielzahl von Gesten, die eine oder beide Hände verwenden oder auch den ganzen Körper. Diese nennt
man Mudras. Die Gesten der
Buddhas oder
Bodhisattvas sind ebenso
Mudras wie die Handhaltung während der
Meditation.
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| Musik, Tibetische | |
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Tibet steht im Einfluß dreier Zivilisationen: Die Turko-Mongolische, die Chinesische und die Indische. Durch diese von Zeit zu Zeit bereichert, entwickelte sich die eigene historische Tradition unter großer Abgeschiedenheit vom Rest der zivilisierten Welt. Musik spielte eine wichtige Rolle im tibetischen Leben. Die Lamas sagen "Religion ist Klang". Die Rezitation der Mantras, der Gesang und das Spielen von Instrumenten sind grundlegend für die spirituelle Praxis. Diese beinhaltet die reguläre Liturgie und verschiedene nicht-liturgische Rituale. |
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