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S
 

Sakya-Tradition

Eine der vier Hauptschulen des Tibetischen Buddhismus, gegründet von Khön Könchok Gyalpo im 11. Jahrhundert. Hier wird sowohl Gewicht auf die Gelehrsamkeit als auch auf die Meditationspraxis gelegt. Ihre besondere Lehre ist das Hevajra-Tantra und in Verbindung damit eine spezielle Form des Weges namens "Pfad und Frucht" (tib. lam dre). Oberhaupt ist S.H. Sakya Trizin Rinpoche. Die Schule ist für die Reinheit ihrer Übertragung bekannt.


Samadhi

Meditativer Konzentrationszustand; kann sich sowohl auf einen Geisteszustand innerhalb der bedingten Existenz als auch auf den Bodhisattvastufen beziehen.


Samatha
Shine

Samaya
Band

Sambhogakaya
Freudenzustand

Samsara
Zyklische Existenz, das anfangslose Rad der Wiedergeburten (Begierdebereich).

Sangha

[tib.: Gendün] Gemeinschaft der Praktizierenden der Lehre des Buddha; wird unterschieden in die noch nicht verwirklichten und die bereits verwirklichten Praktizierenden.


Sangye
Buddha

Sanskrit

Sprache im alten Indien, die manchmal auch noch heute verwendet wird. Sanskrit war eine Gelehrten-, Kult- und kulturelle Sprache. Nachdem Buddhas Lehren für ein Jahr mündlich weitergegeben worden waren, wurden Pali und Sanskrit verwendet, um die Lehre niederzuschreiben.


Sarasvati
[tib. Yang chen ma] Begleiterin des Weisheitsbuddhas Manjushri.

Schleier

Getäuschte oder fehlerhafte Funktionsweise des Geistes. Schleier basieren auf Unwissenheit und bestehen aus den beiden Aspekten der Störgefühle und der fehlerhaften Sichtweisen.


Schrein
Altar

Schützer

Es gibt drei Arten: Unerleuchtete Energiefelder - Jigtenpas - die an ein "Selbst" glauben, meidet man besser, sie können sehr schwierige "Kunden" sein. Wenn Sie durch Yogis wie Guru Rinpoche und den Karmapas kontrolliert werden, werden sie zu Damzigpas, die durch das Versprechen, den Wesen nicht zu schaden, positiv bleiben. Sie sehen oft etwas ungewöhnlich aus und zeigen, schrittweise ein Bodhisattva werdend, ein vertikales Weisheitsauge in der Stirn.
Die wichtigsten Schützer sind direkte Ausstrahlungen von den Buddhas: weibliche Mahakalis und männliche Mahakalas. Sie sind in ihrer äußeren Erscheinung harmonisch und befinden sich immer auf oder oberhalb der 8. Bodhisattvastufe. Mit dem Nehmen der buddhistischen Zuflucht sorgen sie dafür, daß jede Erfahrung des Praktizierenden ein Teil auf dem Weg zur Erleuchtung wird.


Schwarze Krone

Ein Attribut von Karmapa. Als Karmapa vor einigen tausend Jahren Erleuchtung erlangte, schufen 100.000 Dakinis dieses Energiefeld. Es drückt die Kraft aus, allen Wesen zu helfen und befindet sich ständig über seinem Kopf. Sie ist nur für Wesen auf hohen geistigen Stufen sichtbar.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts lies der chinesische Kaiser eine sichtbare Kopie dieser Krone anfertigen, die während Zeremonien gezeigt wird. Allein durch ihren Anblick werden die Samen für die Befreiung aus dem Daseinskreislauf gesät.


Schwarzer Mantel
[Tib. Bernagchen] Haupt schützer der Karma Kagyü Linie.

Sechs Lehren von Naropa

Hocheffektive Methoden der Kagyü-Linie. Ihr Ziel ist die Verwirklichung der Natur des Geistes durch seinen energetischen Aspekt. Sie bestehen aus den folgenden Meditationen:

  • Innere Hitze [Tib. Tumo]
  • Klares Licht [Tib. Ösel]
  • Traum [Tib. Milam]
  • Illusionskörper [Tib. Gyulü]
  • Zwischenzustand [Tib. Bardo]
  • Bewußtseinsübertragung [Tib. Phowa]

Basis, Weg und Ziel sind das Mahamudra.


Sechs Paramitas
Paramita

Segen
Nach tibetischen Texten eine sehr starkes Mittel, um geistige Reife zu übertragen. Das ist dadurch möglich, daß die Gleicheit von Freude und Raum überall ist und jeder die Buddhanatur in sich trägt.
Im Diamantweg kann der Lehrer durch Offenheit und Hingabe des Schülers diesem einen Einblick iin die Natur des Geistes geben.

Shamarpa

Es war die Prohezeihung des zweiten Karmapas Karma Pakshi, daß die zukünftigen Karmapas sich in zwei Nirmanakaya-Formen manifestieren würden. Der Shamarpa ist eine der zwei Nirmanakaya-Formen des Karmapas. Für diejenigen, die nach der großen und vollkommenen Erleuchtung streben, sind diese ausgestrahlten menschlichen Formen die strahlende Inspiration um Nirvana zu erreichen.
Bis heute gab es 14 Inkarnationen:
1 Khaydrup Drakpa Senge 1283 - 1349
2 Kacho Wangpo 1350 - 1405
3 Chopal Yeshe 1406 - 1452
4 Chokyi Drakpa Yeshe Pal Zangpo 1453 - 1524
5 Künchok Yenlak 1526 - 1583
6 Mipam Chökyi Wangchuk 1584 - 1630
7 Yeshe Nyingpo 1631 - 1694
8 Palchen Chökyi Döndrup 1695 - 1732
9 Künchok Jungnay 1733 - 1741
10 Mipam Chödrup Gyamtso 1742 - 1792
11 Der 11. Shamarpa war ein Bodhisattva in Gestalt einesLamas in Nord Tibet. Aus politischen Gründen wurde er nicht offiziell anerkannt
12 Jambyang Rinpoche 1880 - 1947
13 Tinlay Kunchup 1948 - 1950
14 Mipam Chökyi Lodrö 1952 -


Shastra
Philosophische Abhandlung

Shine

[Skt. Samatha] Meditation der Geistesruhe. Friedvoller Geisteszustand in tiefer Konzentration mit oder ohne Objekt (Versenkung).
Eine der beiden grundlegenden Meditationen in allen buddhistischen Traditionen. Die andere ist Vipasyana.


Shravaka
Der Weg der Älteren des Ordens Theravada.

Shri Singha

[Skt. Palgji Senge] wurde in China geboren und war ein großer Gelehrter in allen weltlichen Wissenschaften. In einer Vision forderte ihn Liebevolle Augen auf, nach Sosadvipa zu gehen um dort Erleuchtung zu erlangen. Zur Vorbereitung studierte Shri Singha am heiligen Berg Wu T'ai Chan in China sieben Jahre lang verschiedene Tantras. Nach einer weiteren Vision von Liebevolle Augen führte er für weitere drei Jahre eine Praxis aus, die ihm spezielle Kräfte verliehen und es ihm erlaubte, in sehr kurzer Zeit nach Sosadvipa in Indien zu reisen. Dort traf er Dschampel Shenyen (Manjushrimitra), mit dem er 25 Jahre studierte und meditierte. Nach dem Tod seines Lehrers kehrte er nach China zurück. Er kategorisierte die höchsten Belehrungen, die er erhalten hatte und meditierte für lange Zeit auf dem Friedhof von Silji. Siehe auch Phowa-Linie.


Shunyata
Leerheit

Sichtweise, Fehlerhafte

Den Störgefühlen zugrunde liegende fehlerhafte Anschauungen, z.B. extreme Sichtweisen des Festhaltens an unabhängiger Existenz oder an Nicht-Existenz, Nicht-Verstehen von Ursache und Wirkung usw.


Siddha

Ein Praktizierender, der spirituelle Verwirklichung erlangte und über übernatürliche Kräfte verfügt.


Siddhis

Ein Begriff für verschiedene Fähigkeiten. Durch das Verwirklichen der Leerheit, Klarheit und Offenheit des Geistes manifestieren sich verschiedene Qualitäten auf natürliche Art, da sie Teil des Geistes sind. Buddha unterschied zwischen zwei Arten:

  • Gewöhnliche Siddhis: All jene Kräfte der bedingten Welt, die Elemente umwandeln, wie die sechs außersinnlichen Wahrnehmungen, etc.
  • Außergewöhnliche Siddhis: Die Fähigkeiten oder absoluten Qualitäten die zur Natur des Geistes gehören.

Simhasana Manjushri
Weisheitsbuddha auf dem Löwen

Skandhas

[wörtl. Haufen, Ansammlungen, Gruppe] Die Bestandteile der Persönlichkeit. Das Festhalten an den fünf Ansammlungen von Form, Gefühl, Unterscheidung, Geisteszuständen und Bewusstsein als einer unabhängig existenten Einheit ist die Grundlage der Ich-Illusion und damit für alle Leiden im Kreislauf der Existenz


Speicherbewußtsein

Funktionsweise des Geistes, positive, negative oder neutrale Eindrücke zu speichern und beim Auftreten entsprechender Bedingungen wieder heranreifen und sich nach außen manifestieren zu lassen. Vergleichbar mit der Festplatte eines Computers.


Störgefühle

[tib. nyön mong, skt. kleshas] Auch "leidbringende Geisteszustände" genannt, bestehen hauptsächlich aus Unwissenheit, Anhaftung, Abneigung, Stolz, Geiz sowie Neid und Eifersucht. Zusammen mit den negativen Handlungen bilden sie die Ursachen für alles Leid im Kreislauf der Existenz.


Strahlende Göttin
[tib.: Palden Lamo, sanskr. Shri Devi] Weisheitsschützerin. Sie ist die Partnerin von Schwarzer Mantel und eine Ausstrahlung von Sarasvati.

Stupa

[tib. Chorten] Monument für Glück und Frieden in der Welt, Symbol für den Geist eines Buddhas und für die Gemeinschaft der Praktizierenden. Sie zeigt die Umwandlung aller Emotionen und Elemente in die fünf erleuchteten Weisheiten und die fünf Buddhafamilien. Ihre symmetrische Form wird für gewöhnlich mit Reliquien, Mantras, etc. gefüllt. Stupas wurden aus Anlass verschiedener Ereignisse im Leben des historischen Buddha Shakyamuni gebaut.


Sukhavati
[tib. Dewachen] Bereich der großen Freude.

Sutra

[tib./sanskr.: Do, wörtl. Leitfaden] Ratschläge und Meditationsanweisungen Buddhas, die mit einer genauen Untersuchung der Dinge arbeiten und dadurch die Ursachen für die Erleuchtung aufbauen, im Gegensatz zu Tantra. In Beziehung dazu, gibt es eine entsprechende buddhistische Literaturgattung (drei Körbe).
Sutras sind in verschiedene Gruppen unterteilt, die heute im Pali-Kanon (Theravada) enthalten sind oder dem Kanjur, der tibetischen Übersetzung des Sanskrit-Kanons (Mahayana und Vajrayana).


Svabhavikakaya

Essenzzustand. Kennzeichnet die Essenz aller anderen Buddhazustände (Dharmakaya, Sambhogakaya, Nirmanakaya). Vergleicht man den Dharmakaya mit Wasserdampf, Sambhogakaya mit Wolken und Nirmanakaya mit Regen, dann ist der Svabhavikakaya die Essenz von allem: Wasser.

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